24. Enero – Rio de Janeiro

Und das hier ist das städtische Paradies!

Willkommen in RIO DE JANEIRO!

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Wir genießen unsere letzten Reisetage hier in dieser wunderbaren Stadt.
Wenn es am schönsten ist, dann soll man aufhören – so sagt das Sprichwort. Ob es am schönsten ist, ist schwer zu sagen, aber Rio ist definitiv genial und der ultimative Wahnsinn!

Hier liebe Leute wurde die Lebensfreude geboren und wer schlecht drauf ist, buche sich sofort ein Ticket und fliege in diese Metropole! Man wird garantiert mit einem Lächeln nach Hause kommen!

Heißblütige Brasilianer stolzieren durch die Stadt, sitzen oben ohne im Restaurant, oben ohne an der Bar, oben ohne im Supermarkt! Muskelprotze, Bodybuilder überall nicht nur an der Copacabana. Und alle sind scheinbar immer auf dem Weg zum nächsten Strand! … Und am Strand spielt die Musik… :-)

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Es ist die pulsierendste Großstadt, die ich je erlebt habe. Alleine die Lage ist prädestiniert für das Lebensgefühl hier! Sie liegt am Atlantik mit seinen wunderbaren Stränden, an den Füßen von bewaldeten Bergen nahe des Regenwaldes – tropisch, heiß, Sommer, Sonne, Caipirinha…

Wie das ganze von oben aussieht, haben wir vom Pao de Azucar, dem Zuckerhut aus beobachtet, dem markanten Granitberg in mitten der Stadt, 600Mio alt.

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Diesen Gipfel zu erklimmen war eine wahre Herausforderung! Wir haben uns Löcher in den Bauch gestanden, sagenhafte 4 Stunden langes Warten auf die Seilbahnen forderte unsere Nerven heraus, denn das ganze Warte-Prozedere hat sich beim Runterfahren wiederholt! Was für ein Touristenmagnet! Die Aussicht war ein Traum – aber das lange Warten spricht trotzdem nicht dafür – also, mein Tipp – Flugticket auf alle Fälle für Sonnentage mit guter Aussicht buchen und frühes Aufstehen mit einplanen, um um 8 Uhr am Fuße des Zuckerbergs zu stehen und damit VOR Dunkelheit wieder unten anzukommen!
Wir haben gestern nämlich unsere Abendcocktails am Strand verpasst! Naja, dafür ein Blick auf Rio! Die berühmte Christusstatue sehen wir uns vielleicht morgen an, von der Ferne haben wir sie bereits bewundert, aber eine weiter Warte-Odyssee wollen wir nicht mehr auf uns nehmen.

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Für alle Fußballfans und auch für jene, die es nie werden wollen (z.b.ich) das Maracana Stadion ist ein mögliches Touristenziel! Topmodern, Fassungsvermögen von 78.000, eine kleine eigene Welt, wenn man dort drinnensteht….und mit dem Wissen, dass hier heuer die olympischen Spiele eröffnet werden, ein tolles Erlebnis!

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Hier baden die Weltstars…

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Weg vom Fußball hin zum Sambatanz! Der Karneval in Rio- jedem ein Begriff- findet hier im Sambadromo statt. Die besten Sambaschulen treten gegeneinander an und tanzen durch die Nächte… Die Arena ist 700m lang und bietet 88.500 Zuschauern Platz! Unvorstellbar wie es hier in ein paar Tagen zugehen wird…

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…noch ist alles im Aufbau und apropos Aufbau – in Rio wird derzeit fleissig gearbeitet, damit bis zu den „Jugos olimpicos“ das U-Bahnnetz und die Straßenbahnen fertig werden. Bau- und Finanzprobleme machen es ganz schön spannend….

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Am liebsten verbringen wir den Tag in den Stadtteilen Ipanema, Leblon und an der Copacabana… Hoppen zwischen Strand und Stadt hin und her, beobachten, essen und trinken gut (Kokusnuss)!

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Und obwohl Rio eine der gefährlichsten Städte der Welt ist, können wir sogar abends problemlos am Strand entlang in unsere Favela bzw. in unseren Slum schlendern. Wir wohnen tatsächlich mitten in einem (ehemaligen) Slum, namens Vidigal! Was das bedeutet wussten wir anfangs auch nicht so genau… Der Stadtteil erfreut sich seit ein paar Jahren zunehmender Beliebtheit und wird immer sicherer, wohlhabender und heute wohnen hier Großteils Leute aus der Mittelschicht. Es sieht zwar alles noch etwas heruntergekommen aus, aber die Partystimmung und Beleuchtungen, die anwesende Polizei machen es zu einem süßen und sicheren Ort. Und angeblich hat man von dieser Favela, da sie auf einem Hügel liegt, die beste Aussicht über die Stadt. Und sehr unüblich – die ärmere Bevölkerungsschicht der Favela blickt auf die Wohlhabende herab! Seit 2014 steigen Miet- und Kaufpreise um ca. 300% und das Ziel des Urbanisierungsprogrammes der Stadt aus dem Slum einen Stadtteil zu machen, scheint geglückt.

Den Hügel der Favela erklimmen wir jeden Abend mit sogenannten Mototaxis – wir schwingen uns auf ein Motorrad eines Brasilianers und lassen uns in windeseile nach oben führen :o) ein kleiner Nervenkitzel vor dem Schlafengehen…

Boa noite! (= Gute Nacht auf Portugiesisch)

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