Ein Vormittag der in Erinnerung bleibt
Manche Vormittage vergisst man so schnell nicht. Der heutige gehört auf jeden Fall dazu.
Heute war es soweit, Ich war in der Himalayan Happy Children Academy, die Schule, die früher als „erste Österreichdorfschule“ in Nepal bekannt war. Hier werden Kinder unterrichtet, die es im Leben nicht leicht hatten, und viele davon sind Waisen oder Halbwaisen. Und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb, ist das Erste, was einem entgegenkommt, eine unglaubliche Fröhlichkeit und Freundlichkeit.
Empfangen wurde ich mit einem Spalier von Kindern, die mir ein Tuch umgehängt haben, ein so schöner Brauch hier. In diesem Moment war ich schon das erste Mal gerührt.
Dann durfte ich beim Morning Assembly zuschauen, heute wurde im Innenhof getanzt, manchmal wird gesungen oder der Freude auf andere kreative Weise Ausdruck verliehen.
Gemeinsam mit Asher, der Englischlehrerin, die mir für den Vormittag zur Seite gestellt wurde, durfte ich eine Führung durch die einzelnen Klassenzimmer machen, auch den Computerraum, Musikraum und Tanzraum konnte ich sehen. Für uns aus Mitteleuropa ist es kaum zu begreifen, unter welchen Bedingungen hier unterrichtet wird. Und sie machen das alles so unfassbar gut. Diese Organisation ist einfach großartig. Ich hatte die Gelegenheit mit dem Direktor zu plaudern und habe sehr viel erfahren. Ich konnte unsere vielen kleinen Geschenke aus Österreich übergeben, danke nochmal allen die mitgemacht haben: Rechtsanwaltskanzlei Krüger, Thanner Immobilien, Raiffeisen Donau-Ameisberg, Generali und ich als Durch die Linse.
https://nepal-entwicklungshilfe.at/was-wir-tun.html
Spenden sind willkommen und jeder noch so kleine Betrag macht dort oft den Unterschied.
Was ich besonders berührend fand: Diese Schule ist aus dem Gedanken entstanden, dass die Kinder der Arbeiterinnen und Arbeiter der ersten Teppichknüpferei Nepals ein Recht auf Bildung haben, frei von Kinderarbeit. Und genau dorthin hat mich der Vormittag dann auch noch geführt.
Aber dazu möchte ich heute noch gar nicht zu viel verraten. Denn diesen Frauen widme ich einen ganz eigenen Beitrag, stellvertretend für sie alle ist nämlich eine von ihnen meine 11. Werk.Würdige Teilnehmerin. Ein ausführlicher Bericht dazu folgt.
Es war ein Vormittag voller Herzlichkeit, voller berührender Momente und voller Eindrücke, die noch lange nachwirken werden. Danke nochmal an Binita Sunuwar und Valerie Wallner für die Möglichkeit ihr Herzensprojekt zu sehen und ein bisschen zu unterstützen.
