Mt. Everest | Himalaya – am Welttag der Dankbarkeit
Das ist nun mein letzter Beitrag zu dieser besonderen Reise in Nepal. Am Welttag der Dankbarkeit (21. September) durfte ich also am Mt. Everest und Himalaya vorbeifliegen. Der Flug, der vor über einer Woche zwar schon mal stattgefunden hat, aber man außer Wolken nur Wolken gesehen hat. Und Buddha Air gab die Möglichkeit, ihn kostenlos zu rebooken.
Als wäre es eh immer klar gewesen, dass HEUTE der Tag ist, wo ich das erleben darf.
Und es war tatsächlich überwältigend, an den höchsten Bergen der Welt vorbeizufliegen ist besonders. Besonders faszinierend, besonders krass und auch besonders emotional.
Ich hatte einfach das große Glück in Österreich geboren worden zu sein, und die Möglichkeit durch die Welt zu reisen ist ein Privileg und ein großes Geschenk. Das wurde mir heute da oben, vorbei an dieser atemberaubenden Dimension der Berge, wiedermal so richtig bewusst.
Ich weiß gar nicht, was hier in Nepal das Beste oder Schönste war. Einer meiner bewegendsten Momente war natürlich der Besuch der Schule Himalayan Happy Children Academy (https://nepal-entwicklungshilfe.at/was-wir-tun.html) und auch der in der Teppichfabrik, in diese Welt eintauchen zu dürfen, macht einen demütig und nachdenklich. Danke nochmal an Binita Sunuwar, Valerie Wallner und die ganze Organisation, die dieses tolle Projekt hier in Kathmandu möglich machen, für diese Erfahrung..
Natürlich in Kathmandu diverse Tempel und Stupas anzusehen und auch eine Feuerbestattung zu erleben ist besonders und bewusstseinserweiternd. In Pokhara war es dann wieder der Tag in den Bergdörfern, der so speziell war und diesen Tag habe ich nur erlebt, weil ich am Vortag spontan einen Kochkurs für das nepalesische Nationalgericht Momos gemacht habe und ihr Mann (der zufällig Guide ist) zum Essen dazu kam. Es hat sich einfach alles immer irgendwie gefügt. Auch WEIL ich einfach keinen Plan hatte.
Wie schon in meinem gestrigen Beitrag erwähnt, hatte ich ja ursprünglich meinen Rückflug am 19.9. – intuitiv habe ich vor sechs Wochen umgebucht und fliege erst morgen den 22.9. nach Hause. Und genau am 20. und 21. machen die Wolken um die Berge endlich auf. Manches kann man gar nicht erfinden… das darf man einfach erleben.
Es ist noch Nebensaison, ab Oktober kommen die Massen-Trekking-Touristen. Da gibts dann wahrscheinlich täglich die schönste Sicht auf die Berge, nachdem die Monsunzeit vorbei ist. Kurz hatte ich mal einen Moment, wo ich es bereut habe, nicht im Oktober oder November hier zu sein (dann hätte ich sicher eine Trekkingtour gemacht) – aber ich hatte jetzt die Möglichkeit so flexibel zu sein und dadurch immer wieder die Gelegenheit extrem viel mit Einheimischen zu reden, in super entspannten Momenten teilweise wirklich die Welt hier kennenzulernen. NEIN; ich bereue es nicht in der Nebensaison hier gewesen zu sein.
Heute hätte ich noch die Boudhanath Stupa (zum Glück habe ich sie zumindest vom Flugzeug aus gesehen), eines der größten buddhistischen Bauwerke der Welt und das wichtigste Heiligtum des tibetischen Buddhismus in Nepal, anzusehen oder den Affentempel. Aber ich bin einfach voll, ich schaffe keinen so gewaltigen Eindruck mehr. Ich habe an sovielen Gebetsmühlen gedreht, an Glocken geläutet und habe aufgesaugt, was möglich war. Manchmal muss man einfach nicht alles abklappern. Somit war der heutige Tag geprägt von Langsamkeit und mit einem sehr netten Treffen mit Binitas Bruder, der gab mir für seine Schwester etwas mit nach Österreich und war so lieb noch mit mir Gewürze zu shoppen.
Das ist für mich reisen. Ankommen, eintauchen, nicht zuviel (ver)planen und sich somit auf eine Art und Weise führen zu lassen, die rational nicht so ganz erklärbar ist. So zu reisen braucht nur ein bisschen Mut und Vertrauen und dann eröffnet sich eine andere Welt.
In diese Sinne => sehr dankbar am Welttag der Dankbarkeit 😊.
Es wäre alles nicht so schön gewesen, wenn es nicht genauso gewesen wäre, wie es war!!!
