{"id":643,"date":"2015-10-03T03:37:54","date_gmt":"2015-10-03T01:37:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.durch-die-linse.at\/suedamerika-blog\/?p=643"},"modified":"2015-10-03T04:12:57","modified_gmt":"2015-10-03T02:12:57","slug":"zwischen-santiago-und-loja","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.durch-die-linse.at\/suedamerika-blog\/2015\/10\/03\/zwischen-santiago-und-loja\/","title":{"rendered":"Noch ein paar Gedanken&#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Wir liegen im Zelt, wohlig ersch\u00f6pft von einem Tag im Radsattel, eingekuschelt in unsere Schlafs\u00e4cke, weich gebettet auf k\u00e4lteisolierten, selbst aufblasbaren Expedmatten, die gerade so lang sind, dass ich mit Scheitel und Fu\u00df genau die Enden ber\u00fchre. Ein aufblasbares Kopfkissen fehlt in unserer Campingausstattung nat\u00fcrlich auch nicht..gem\u00fctlicher kann&#8217;s in so einem Zelt fast gar nicht mehr werden.<\/p>\n<p>Drau\u00dfen ist es stockfinster, \u00fcber uns ein Sternenhimmel, den man fassen und doch nicht fassen kann \u2013die Sterne scheinen so nahe und riesig gro\u00df. Nur der Mond leuchtet heller. Es ist 18:45. Der Tag ist zu Ende, alles geht schlafen. Weder Internet, Fernseher noch ein Buch bieten uns Ablenkung oder Berieselung \u2013<br \/>\nEinzig und alleine die bellenden Hunde unterbrechen hie und da die herrliche Stille. Hier liegen wir, irgendwo zwischen Santiago und Loja, im Garten eines verlassenen Hauses&#8230;.<br \/>\nBilder tauchen in meinem Kopf auf \u2013 Bilder von der Reise durch Ecuador im Fahrradsattel. Bilder so sch\u00f6n, wie die Natur nur sein kann&#8230; ich tr\u00e4ume von endlos langen bergauffahrten mit meinem bepackten und treuen Drahtesel. Ich tr\u00e4ume von brennenden Oberschenkeln, von tiefen T\u00e4lern, von unendlichen H\u00f6hen, von unbesiedelten Andenwelten, von der Einsamkeit in der Bergwelt.. ich tr\u00e4ume von Art Indianern auf grazilen Pferden, von pl\u00f6tzlich auftauchenden Wasserf\u00e4llen, in dessen klaren Wasser ich meine F\u00fc\u00dfe k\u00fchle, von Pflanzen und B\u00e4umen, die ich noch nie gesehen habe&#8230;Und irgendwann wir mir wieder bewusst,- DAS alles habe ich heute erlebt. Und jetzt liege ich hier, es ist 18:45 Uhr \u2013 und darf zu einer Zeit Gute nacht sagen, die sonst nur Babies vorbehalten ist&#8230;und obwohl ich hier liege \u2013 im Irgendwo, f\u00fchle ich keine Angst, sondern einfach nur friedvolles Sein an einem paradiesischen Ort.<\/p>\n<p>H\u00f6rt sich das kitischig an? Mir egal- es ist n\u00e4mlich 6:00 fr\u00fch und es geht weiter! \ud83d\ude42<br \/>\nIch bin heute munterer wie ich munterer nicht sein kann! Die Wachheit und Energie in aller Fr\u00fche \u00fcberraschen mich selbst ein bisschen \u2013 h\u00fcpfe ich quasi aus dem Zelt, werfe den Kocher an, packe die Campingsessel aus und ein bescheidenes Fr\u00fchst\u00fcck wird aufbereitet. Jetzen sitzen wir im Campingsessel, und genie\u00dfen die hei\u00dfen Sonnenstrahlen der Morgensonne mit einer wunderbaren Aussicht auf so kr\u00e4ftige Farben \u2013 dass sogar Quietschbrot mit Marmelade besser schmeckt als sonst irgendwo.. .<\/p>\n<p>Nach alledem und vielem mehr wird weitergeradelt \u2013im Augenblick sind wir in Loja und morgen radeln wir weiter ins Tal der 100j\u00e4hrigen. Mal sehen, was uns am Weg dorthin begegnet und was wir erleben d\u00fcrfen. Ich bin wieder einmal sehr gespannt und schicke euch allen die sch\u00f6nsten Gr\u00fc\u00dfe aus den unglaublichen Anden!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir liegen im Zelt, wohlig ersch\u00f6pft von einem Tag im Radsattel, eingekuschelt in unsere Schlafs\u00e4cke, weich gebettet auf k\u00e4lteisolierten, selbst aufblasbaren Expedmatten, die gerade so lang sind, dass ich mit Scheitel und Fu\u00df genau die Enden ber\u00fchre. 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